Schwebestativ Glidecam HD-2000 mit der CANON EOS 7D

Das Schwebestativ Glidecam HD-2000 von Marcotec GmbH

Heute brachte der UPS-Mann das bestellte Schwebestativ. Die Bedienungsanleitung in englischer Sprache lag bei und war sehr ausführlich bebildert. Dass auch die Schrauben amerikanische Masse haben und ich keinen Inbus Schlüssel in Inch Massen zu Hause habe, war Pech. So konnte ich die Flügelschraube nicht an der Mittelachse ausrichten. Vielleicht kann ja Marcotec in Zukunft einen Inbus Schlüssel mitschicken.

Die Verarbeitung des Stativs ist solide und der Aufbau ging relativ zügig vonstatten. Ich habe mir aus einem Kamera Pistolengriff von Manfrotto den Schnellspannadapter mit Schnellwechselplatte (323 und 200PL) auf die Schnellwechselplatte des Schwebestativs geschraubt, was nach der Herstellung eines geeigneten Holzsockels ebenfalls geklappt hat. Die sog. Schnellwechselplatte des Glidecam HD-2000 ist nicht wirklich eine Schnellwechselplatte: Es gilt 4 Schrauben zu lösen und diese an der Schraubenfederung heraus zu ziehen. Dann können Kamera und Platte abgenommen werden. Bodenplatte sowie Trägerplatte der Kamera müssen in derselben Flucht ausgerichtet werden. Dies habe ich so gelöst indem ich das Stativ vor mir auf den Tisch gelegt habe. Wenn beide Platten an ihrer Längsseite aufliegen sind sie automatisch ausgerichtet.

Gemäss Bedienungsanleitung kann man einen Field-Monitor an der Bodenplatte anbringen. Dieser soll anstelle der Gewichte dort fixiert werden. Allerdings ist der Monitor in der Bedienungsanleitung ohne Kabel abgebildet und man ahnt auch warum: Das System wäre durch dieses zusätzliche Kabel nur extrem schwierig auszutarieren und der Blick durch die Stativstange auf den Monitor ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Schärfe nachzustellen während der Benützung des Schwebestativs macht ja keinen Sinn und so kann man sich die Montage des Monitors sparen.

Durch seitlich angebrachte Rändelschrauben kann die Feinjustierung vorgenommen werden. Je eine Schraube verändert das Kippverhalten in der Längs- bzw. der Seitenachse. Dazu müssen erst die vier Schrauben an der Unterseite der Kameraplatte resp. die Schrauben an der Seite der Kameraplatte gelöst werden damit justiert werden kann. Ein Herausziehen des Teleskoprohres schafft grössere Distanz von der Kamera zu den Gewichten und führt zu schnellerem Stabilisieren der Kamera. Ebenso verändert ein Verschieben der Gewichte nach aussen das Einpendelverhalten. Insgesamt habe ich 4 der mitgelieferten Gewichte montiert um meine CANON EOS 7D mit Manfrotto Schnellspannadapter auszubalancieren. Ist alles so eingestellt, dass die Trägheit des Pendels optimal ist, kann es ans Filmen gehen. Nach dem Einstellen des Stativs und 2 kurzen Filmen (Dauer insgesamt 8 Minuten) spüre ich die Muskeln an meinem rechten Unterarm schmerzhaft. Ist man untrainierter Einhand-Filmer oder stemmt nicht regelmässig Hanteln im Fitness-Center sollte man sich am Anfang nicht gleich einen 3 Stunden dauernden Action-Film zumuten. Immerhin stemmt man einhändig ca. 3,3kg und dies so lange wie die Filmsequenz dauert.

Fazit: Für den Gegenwert von 518.-€ (Stand Januar 2012) erhält man ein hochwertiges Stativ mit dem man flüssige ohne zu ruckelnde Filmsequenzen drehen kann, die in der Anmutung wie mit einer Profi Kamera aufgenommen wirken.

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